Jahressteuergesetz 2024

Vorsteuerpauschale
Landwirtinnen und Landwirte sowie Forstwirtschaftsbetriebe, die mit ihrem Betrieb einen Gesamtumsatz von nicht mehr als € 600.000,00 erwirtschaften, können ihre betrieblichen Umsätze nach Durchschnittssätzen versteuern (§ 24 Umsatzsteuergesetz/UStG). Während der Durchschnittssatz für die Lieferung von forstwirtschaftlichen Erzeugnissen, ausgenommen Sägewerkserzeugnisse, auf 5,5 % gesetzlich fixiert ist, ändert sich der Steuersatz für die übrigen Umsätze, insbesondere für die Umsätze der Landwirtschaftsbetriebe, in regelmäßigen Abständen.
Jahressteuergesetz 2024
Mit dem Jahressteuergesetz/JStG 2024 (BGBl 2024 I Nr. 387 vom 5.12.2024) wurde der maßgebliche Durchschnittssatz für die übrigen Umsätze für Landwirtinnen und Landwirte mit Wirkung ab 1.1.2025 von 8,4 % auf 7,8 % gesenkt. Gleichzeitig wurde mit dem JStG 2024 eine neue Anlage 5 eingefügt. Diese Anlage gibt die Berechnungsmethode für den Durchschnittssatz wieder. Danach führt die Finanzverwaltung eine Neuberechnung der Durchschnittssätze „auf Grundlage der Daten aus der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung für Deutschland und der Umsatzsteuerstatistik“ durch. Das Bundesfinanzministerium/BMF wurde außerdem ermächtigt, künftige Änderungen des Pauschalsatzes nach den in der neuen Anlage 5 vorgegebenen Berechnungsmethode durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrats umzusetzen.
Fazit
Landwirtinnen und Landwirte müssen sich auf jährliche Änderungen der Durchschnittssätze einstellen. Dies hat insbesondere Konsequenzen bei der Rechnungsstellung durch die Landwirtin bzw. den Landwirt. Es ist darauf zu achten, dass der richtige Durchschnittssatz in der Rechnung angegeben wird (§ 24 Abs. 1 Satz 5 UStG).
Stand: 25. Februar 2025